Thermografie

Die Thermografie ist ein Messverfahren, bei dem Bilder erzeugt werden, in denen bestimmte Farben für bestimmte Temperaturen stehen. Eine Infrarotkamera misst nicht die Temperatur, sondern die Infrarotstrahlung und stellt sie als Wärmebild da. Sie wandelt Infrarot-Strahlung in ein sichtbares Bild um.

Mit Hilfe der Thermografie werden Schwachstellen in der Wärmedämmung ebenso aufgespürt, wie nicht isolierte Heizungsrohre, Durchfeuchtungen, Lecks von Wasserleitungen, verdeckte Fachwerke oder undichte Fenster.

Die Thermografie wird für eine zerstörungsfreie Werkstoffprüfung (ZfP) von Materialien und Bauteilen eingesetzt.

Energieausweis

Seit dem 1. Oktober 2009 gilt bundesweit die neue, verschärfte Energieeinsparverordnung (EnEV 2009). Daraus ergibt sich, bei Errichtung, Änderung oder Erweiterung von Gebäuden, eine Energieausweis-Pflicht.

Der Energieausweis ist ein Dokument, das ein Gebäude energetisch bewertet. Für Hausbesitzer ist der Energieausweis eine Orientierungshilfe und ein optimaler Einstieg in die energetische Modernisierung ihres Gebäudes. Denn er weist die energetischen Mängel des Hauses auf und zeigt, mit welchen wirtschaftlichen Maßnahmen die Energiebilanz verbessert werden kann.

Energieberatung Wozu? Staatliche Förderung, Vorschriften

Die Energieberatung ist eine Dienstleistung mit beratenden Informationen und Analysen zu den Themen Erzeugung, Speicherung, Transport, Bereitstellung, Verbrauch, Einsatz, Einsparung, Umwandlung und Rückgewinnung von Energie unter ökologischen sowie ökonomischen Aspekten.

In der Bautechnik wurde mit den Anforderungen aus der Wärmeschutzverordnung und seit 2002 mit der Energieeinsparverordnung die Energieberatung zunehmend erforderlich, um geeignete Konzepte zur Wärmedämmung und Energieeinsparung auszuarbeiten.

Um die energetische Sanierung von Wohngebäuden zu fördern wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie das Programm „Energiesparberatung vor Ort“ gestartet. Bei der Vor-Ort-Beratung für Wohngebäude, die vor dem 1. Januar 1984 gebaut wurden, wird das Gebäude zunächst untersucht und darauf aufbauend Vorschläge für sinnvolle Sanierungsmaßnahmen unterbreitet. Sie dient der Unterstützung des Eigentümers in seiner Entscheidung für Sanierungsmaßnahmen und stellt eine Vorbereitung für die Beantragung von vielen Förderprogrammen (z. B. das CO2-Gebäudesanierungs-programm der KfW) dar.

Funktionsweise der Infrarot-Thermografie-Kamera

Eine Wärmebildkamera ist ein bildgebendes Gerät ähnlich einer herkömmlichen Kamera, das jedoch Infrarotstrahlung empfängt. Wärmebildkameras nutzen aufgrund der typischen Emissionswellenlängen in der Nähe der Umgebungstemperatur den Spektralbereich von 3,5 bis 14 µm (mittleres Infrarot, kurz MIR). Dieser Bereich ist auch für die Messung und bildliche Darstellung von Temperaturen im Umgebungstemperaturbereich geeignet, wenn der Emissionsgrad bekannt ist.

Die normale Atmosphäre ist in diesem Bereich aufgrund ihrer Zusammensetzung weitgehend transparent, die Strahlung der Sonne sowie künstliche Lichtquellen stören dabei nicht.

Das Verfahren, mittels einer Wärmebildkamera Bilder zu erzeugen, nennt man Thermografie. Somit lässt sich für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung eines Objektes oder Körpers sichtbar machen.

Passivhaus

Mit dem Begriff Passivhaus bezeichnet man Häuser, die aufgrund ihrer Wärmedämmung weder im Winter noch im Sommer eine klassische Heizung oder Kühlung benötigen. Um unkontrollierte Wärmeverluste zu vermeiden sind Passivhäuser in der Regel luftdicht ausgeführt und werden durch Lüftungsanlagen mit der benötigten Frischluft versorgt. Der überwiegende Teil des vorhandenen Wärmebedarfes wird aus „passiven“ Quellen, wie z. B. Solarenergie und Abwärme von techn. Geräten und Personen, gedeckt.

Haustypen laut EnEV

Für Häuser mit einem geringen Energiebedarf hat die KfW den Begriff Effizienzhaus eingeführt. Das Qualitätssiegel steht für niedrigen CO2-Ausstoß und eine effiziente Heizung. Die KfW fördert energieeffiziente Altbausanierungen. Soll ein Gebäude energetisch auf Neubauniveau sein so gelten die Bedingungen der „KfW-Effizienzhaus 100“ Förderstufe. Die Zahl drückt aus wie hoch der Bedarf an Energie im Vergleich zu einem analogen Neubau (Referenzhaus) ist. Ein KfW-Effizienzhaus 85 zum Beispiel bedarf jährlich höchstens 85 % der Energie eines vergleichbaren Neubaus. Es gibt unterschiedliche Stufen bis zum KfW-40 Haus. Darüber hinaus sind Null und sogar Plus Energiehäuser, welche mehr Energie erzeugen als ihre Bewohner verbrauchen, möglich.

Welche Leistungen rund um die EnEV werden überhaupt gefördert?

Gefördert werden nur Gebäude, die den jeweils gültigen Energiestandard übertreffen. Dieser ist keine feste Größe, sondern wird mit jeder neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) erhöht. Gelder gibt es von Bund, aber auch einzelnen Ländern und Kommunen. Die wichtigsten Förderprogramme sind die des Bundes für den energieeffizienten Hausbau, getragen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Bafa.

BAFA-Zulassung

Das Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BAFA) fördert die Vor-Ort-Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden. Die entsprechende Richtlinie ist zum 1. Oktober 2009 geändert worden und ihre Gültigkeit über den 31. Dezember 2009 hinaus bis zum 31. Dezember 2014 verlängert worden. http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energiesparberatung/index.html

Als Antragsteller kommen nur Berater in Betracht, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und über die notwendige Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit verfügen. Dies trifft für Ingenieure und Architekten zu, die durch ihre bisherige berufliche Tätigkeit oder durch zusätzliche Fortbildungsmaßnahmen die notwendigen Fachkenntnisse für eine Energieberatung erworben haben.

dena-Gütesiegel

Das dena-Gütesiegel ist eine Qualitätsauszeichnung für Energieausweise. Die Energieeinsparverordnung lässt beim Energieausweis großen Spielraum – sowohl bei der Qualifikation der Experten als auch beim Ausstellungsverfahren. Mit den hohen Qualitätsstandards der dena wird sichergestellt, dass der Energieausweis mit dena-Gütesiegel ein verlässliches Instrument für die Bewertung der energetischen Gebäudequalität ist und bietet einen Einstieg in die Gebäudemodernisierung.

dena: Deutsche Energie-Agentur GmbH